Was ist Honigmet?

Bei Met handelt es sich um ein vorwiegend im Norden Europas bekanntes alkoholisches Getränk, das durch die Vergärung von Honig hergestellt wird. Deshalb ist er ebenfalls unter dem Synonym Honigmet bekannt. Während vor vielen hundert Jahren die Produktion durch eine natürliche (sogenannte spontane) Vergärung erfolgte, wird in der heutigen Zeit primär die Vergärung mittels zugesetzter Hefe genutzt. Dies mindert die Qualität von Honigmet allerdings keineswegs, da das Verfahren bereits aus der Weinherstellung erprobt ist. Neben den genannten Grundzutaten werden, je nach Sorte, meist noch weitere Zutaten wie Früchte, Gewürze oder auch andere alkoholische Getränke beigemischt (siehe nächster Abschnitt). Auch ein mit dem Honigmet verwandtes Getränk auf der Basis von Bier, das sogenannte Honigbier, ist im Handel erhältlich, wobei sich der Geschmack recht deutlich vom Met unterscheidet (aber trotzdem sehr lecker ist!).

Geschmacksrichtungen und Varianten

Von Honigmet sind die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und Varianten erhältlich, welche weltweit von verschiedenen Produzenten gebraut werden. Der erste gängige Unterschied ist der Alkoholgehalt des Honigmets. Dieser hängt von diversen Faktoren ab wie Gärdauer, der verwendeten Menge an Zucker beziehungsweise Honig sowie der zugesetzten Gärhefe. Gängig ist ein Anteil von Alkohol im Bereich von 10 bis hin zu 15 Volumenprozent. Allerdings sind vereinzelt auch besondere Sorten mit einer ganzen Ecke mehr (ca. 20%) oder deutlich weniger (ca. 6%) bei bestimmten Herstellern und Händlern zu finden. Durch die häufig hohe Süße des Honigmets ist ein größerer Alkoholgehalt allerdings meistens sehr schwer herauszuschmecken.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Farbe und die Transparenz des Honigmets. Auch diese hängen von verschiedenen Faktoren, insbesondere der exaten Zusammensetzung der Inhaltsstoffe ab. In einigen Fällen wird sogar Zuckercouleur eingesetzt, um einen dunkleren Farbton zu erzeugen. Der einfache Grund dafür ist, dass manche Menschen eine dunkle Farbe mit höherer Qualität verbinden. Dies hat unserer Erfahrung nach jedoch kaum Einfluss auf den Geschmack der Getränks. Grundsätzlich gilt: Von der Farbe kann nicht zwangsweise auf die Qualität des Mets geschlossen werden!
Immer größer werdender Beliebtheit erfreuen sich auch mit Fruchtsaft und/oder Gewürzen versetzte Sorten von Met. Hierbei sind der Fantasie der Brauer keine Grenzen gesetzt, es sind unglaublich viele verschiedene Varianten im Handel erhältlich. Ganz besonders hervorzuheben ist hier das sogenannte “Wikingerblut”. Dabei handelt es sich um einen speziellen Honigmet, der mit Kirschsaft verschnitten wird und somit eine rötliche Farbe annimmt, die ein wenig an die Farbe von Blut erinnert. Dieses Gebräu wird dann gerne auf Mittelalterfestivals oder ähnlichen Veranstaltungen ausgeschenkt. Mit Gewürzen versetzter, in manchen Fällen sogar sehr scharfer Met, wird im Handel gerne mal als “Drachenblut” bezeichnet. Zur Weihnachtszeit sind Metsorten mit weihnachtlichen Gewürzen wie Nelken, Zimt oder Kardamom bekannt, welche eine nicht zu leugnende Ähnlichkeit mit Glühwein haben, allerdings vom Geschmack her etwas ganz eigenes sind.
Was noch interessant ist: Teilweise wird im Handel statt echtem Honigmet ein mit Honig versetzter Wein (aus Trauben) verkauft. Dieser schmeckt dem echten Met meist sehr ähnlich, darf aber aufgrund der unterschiedlichen Zutaten nicht mit diesem verwechselt werden. Deshalb wird dieser “falsche Met” in vielen Fällen unter Fantasienamen vertrieben, um eine mögliche Verwechslung von vorne hinein auszuschließen.

Wie wird Honigmet getrunken?

Der Konsum von Honigmet war schon bei den alten Wikingern Gang und Gäbe, aber er erfreut sich auch in heutigen Tagen weiterhin einer wachsenden Fangemeinde. Ganz besonders auf Mittelalterfestivals, Metalfestivals oder Wikinger-Mottopartys gehört das nordische Getränk fast schon zum Inventar. Getrunken werden kann der Met einerseits kalt und andererseits warm. Beim kalten Verzehr ist ein Genuss ohne Zusätze zu empfehlen, am besten Stilecht aus einem Trinkhorn. Sollte einem allerdings der Alkoholgehalt von purem Met zu niedrig sein, können geschmacksneutrale Spirituosen wie Korn oder Fruchtschnäpse wie Kirschwasser beigemischt werden. Eine Verwendung als Zutat für Cocktails ist auch denkbar und je nach Rezept echt lecker. Wird hingegen die erhitzte Variante vorgezogen, so können dem Met noch weitere Gewürze wie Zimt, Kardamom, Nelken, Koriander, Minze oder Sternanis, aber auch Fruchtnektar beigefügt werden, was einen intensiv würzigen, aber interessanten Geschmack erzeugt. Unser Geheimrezept für euch: 50% Honigmet mit 30% Apfelsaft (am besten trüb) und 20% hellem Rum mischen, anschließend vorsichtig und langsam erhitzen (nicht kochen!). Das Getränk wird dann in einem Tonkrug serviert und heiß genossen! Für uns ist das in der kalten Jahreszeit eine super leckere Alternative zum sonst so beliebten Glühwein. Die Whisky-Liebhaber unter euch können den Rum auch durch einen nicht zu süßen Bourbon ersetzen. Prost!
Eine weitere Frage, die beim Verzehr zu klären ist: Aus welchen Gefäßen muss Honigmet denn getrunken werden, damit man im Stile der alten Traditionen handelt? Die Legende besagt, dass die alten Wikinger ihren Met aus Trinkhörnern zu sich nahmen, welche sie zuvor als Jagdtrophäen nach Hause gebracht hatten. Heutzutage sind Nachbauten dieser Trinkhörner aus verschiedenen künstlichen Materialien wie Plastik oder Metall verfügbar, aber auch aus Echthorn. In Kombination mit stilechter nordischer Kleidung macht so ein Horn auf jeden Fall einen tollen Eindruck! Auch der Verzehr aus Tonbehältern wie Krügen, Bechern oder Humpen ist empfehlenswert und sieht gut aus. In den Angeboten weiter oben auf dieser Seite haben wir auch Pakete für euch aufgeführt, bei denen ihr Tonbehälter direkt zu eurem Met dazu erhaltet! Solltet ihr widererwartend weder ein Trinkhorn, noch ein Tongefäß zur Verfügung haben, tut es alternativ auch ein gewöhnliches Glas. Denn sind wir mal ehrlich, am Ende geht es doch absolut nur um den tollen Honigmet selbst!

Die Wikinger und ihr Honigmet

Laut Aussagen von Historikern wird dieses Getränk schon seit hunderten und tausenden von Jahren hergestellt und genossen. Bereits die alten Ägypter sollen laut Überlieferung alkoholische Getränke auf der Basis von Honig produziert haben. Aus Erzählungen über die alten Wikinger ist uns Honigmet bestens bekannt. Auch wenn die meistens dieser Überlieferungen wohl eher in das Reich der Legenden verortet werden können, so erinnern wir uns doch gerne an die riesigen Trinkgelage der Wikinger aus Film und Fernsehen, so wie in der TV-Serie Vikings. Was darf dabei natürlich auf keinen Fall fehlen? Richtig, Unmengen an Honigmet! Auch als Opfergabe für die altnordischen Gottheiten sowie als Zeremoniengetränk soll Met der Legende nach eingesetzt worden sein. Wie viele weitere alkoholische Flüssigkeiten wurde Honigmet auch als Heilmittel angesehen. Dabei ging man in vergangenen Zeiten wohl davon aus, dass er gegen zahlreiche Krankheiten und Leiden hilfreich sei. Um diese angedichtete Wirkung noch zu erhöhen, wurden dem Met in einigen Fällen sogar Heilkräuter und weitere Zutaten beigemengt. Natürlich wurde Honigmet auch als gewöhnliches Getränk im Alltag genutzt. Dies hängt in gewisser Weise auch damit zusammen, dass der durch den Zucker im Honig sehr hohe Nährstoffgehalt zur Sättigung der Wikinger beigetragen hat.